Unsere Sprachreise nach Valencia

Georgius en Valencia

Am 31. August 2026 hieß es für 39 Spanisch-lernende der 9. und 10. Klassen unseres Gymna-siums: ¡Vamos a Valencia!. Gemeinsam mit Frau Queck, Frau Stoll und Herrn Hermann machten wir uns auf den Weg zu einer fünftägigen Sprachreise in die drittgrößte Stadt Spaniens. Die Vorfreude war groß – auch wenn der Wecker am Anreisetag deutlich früher klingelte als normaler-weise.

Über Leipzig/Halle und Frankfurt ging es mit der Lufthansa in Richtung Spanien. Gegen 14 Uhr erreichten wir schließlich unser Ziel und bezogen unsere Zimmer im zentral gelegenen Purple Nest Hostel. Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht, denn nach dem Check-in und einer kleinen Verschnaufpause machten wir uns bereits auf zur Stadtführung durch die Innstadt Valencias. Beim gemeinsamen Abendessen konnten wir die ersten Eindrücke des Tages austauschen, bevor alle nach der langen Anreise froh waren, sich auf ihre Zimmer zurückziehen zu können.

Am nächsten Morgen starteten wir mit einem reichhaltigen Frühstück in den Tag und machten uns anschließend auf den Weg zu unserer Sprachschule Taronja. Dort wurden wir herzlich empfangen und entsprechend unserer Sprachkenntnisse in verschiedene Lerngruppen eingeteilt. In modernen und interaktiven Unterrichtseinheiten konnten wir unser Spanisch nicht nur in der Theorie, sondern mitten im spanischen Alltag anwenden. Das Gelernte wurde beispielsweise beim gemeinsamen Einkaufen im Mercado Central direkt auf die Probe gestellt. Schnell wurde deutlich: Ein Vokabeltest ist das eine – im echten Leben spontan nachzufragen, was etwas kostet oder wo man etwas findet, ist dann doch noch einmal eine ganz andere Herausforderung. ¡Pero poco a poco!

Nach dem Unterricht hatten wir Zeit, Valencia in Gruppen auf eigene Faust zu entdecken – sei es beim Bummeln, bei kulturellen Erkundungen oder in Form einer Siesta. Einige Schülerinnen und Schüler begleiteten die Lehrkräfte auf einem Spaziergang durch das ehemalige Flussbett des Turia, das heute als weitläufiger Park durch die Stadt führt. Ziel war eines der bekanntesten Wahrzeichen Valencias: die Ciudad de las Artes y las Ciencias. Das beeindruckende Ensemble aus Museum, Planetarium und Aquarium faszinierte uns nicht nur durch sein Angebot, sondern vor allem durch seine außergewöhnliche Architektur. Zwischen futuristischen Gebäuden und hochsommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad fühlte sich der Schulalltag plötzlich sehr weit entfernt an.

Am 2. September stand dann ein Vormittag am Mittelmeer auf dem Programm. Feiner Sand, klares Wasser und strahlender Sonnenschein sorgten für echtes Urlaubsgefühl – ¡qué pura vida! Doch auch an diesem Tag kam das Lernen nicht zu kurz, denn am Nachmittag ging es erneut zur Sprachschule.

Ein weiterer Ausflug erwartete uns am folgenden Tag. Nach dem Unterricht am Vormittag fuhren wir in den Naturpark Albufera. In einem kleinen Museum lernten wir mehr über die Geschichte des Parks und über den traditionellen Anbau des für Valencia so typischen Paellareises. Anschließend ging es mit dem Boot hinaus auf den See. Die ruhige Fahrt bot einen schönen Kontrast zum lebhaften Treiben der Großstadt.

Die SchuleTaronja überzeugte durch ihre moderne Atmosphäre und ihren lebensnahen Unterricht, während das Hostel mit zahlreichen Angeboten für Abwechslung sorgte. Ein ganz besonderer Treffpunkt war dort die Dachterrasse, welche zu Frau Quecks Lehrerzimmer gehörte, von der aus sich die Stadt aus einer anderen Perspektive erleben ließ. 

Natürlich durfte bei all den kulturellen und sprachlichen Erfahrungen auch das kulinarische Entdecken nicht fehlen. Ob Açai Bowloder Frozen Yogurt – für manche entwickelten sich diese kleinen Zwischenmahlzeiten beinahe zu einem festen Bestandteil des Tagesprogramms.

Am Freitagmorgen hieß es schließlich ein letztes Mal: ¡Buenos días, Valencia!“ Nach einem gemeinsamen Frühstück mussten die Koffer gepackt, Zimmer aufgeräumt und die Heimreise angetreten werden. Fünf Tage waren schnell vergangen, doch geblieben sind zahlreiche Eindrücke, neue Erfahrungen und viele wunderbare Erinnerungen.

Unsere Sprachreise hat gezeigt, dass Sprachenlernen weit über Vokabeln und Grammatik hinausgeht. Wer eine Sprache in ihrem natürlichen Umfeld erlebt, sie im Gespräch, beim Einkaufen und in diversen Alltagssituationen anwendet, lernt sie auf eine ganz besondere Weise kennen. Gleichzeitig bot Valencia mit seiner Mischung aus Geschichte, moderner Architektur, Strand und Natur den perfekten Rahmen für diese Erfahrung.

So kehrten wir ganz sicher mit mehr als nur einem Teilnahmezertifikat in der Tasche wieder nach Hause zurück.

¡Hasta la próxima, Valencia!

 

Text und Bild: C. Wich-Knoten, A. Queck

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